Aktien: Risikobereitschaft und persönliches Engagement
In Österreich wird die Aktie als Form der Geldanlage zwar immer beliebter, auch wenn sich einige Auf und Abs nicht leugnen lassen. Allerdings sind Aktien heute eine Komponente der Geldanlage, an der – realistisch und auf lange Sicht gesehen – kein Weg vorbeiführt. Des Weiteren sind sie in aller Munde, aber um was genau handelt es sich eigentlich bei einer Aktie? Aktien sind Wertpapiere, mit denen man eine Beteiligung an einem Unternehmen erwerben kann. Der österreichische Leitindex für Börsengeschäfte ist der ATX, aber auch der deutsche DAX ist für hiesige Investoren von Bedeutung. Im Gegensatz zu Sparbuch und Bausparvertrag, den erklärten Liebkindern der österreichischen Geldanleger, muss bei dieser Form der Geldanlage allerdings eine gehörige Portion Risikobereitschaft mitgebracht werden. Wer sein Geld in Aktien anlegt, der benötigt daneben außerdem einen langen Atem, Geduld und eine hoch entwickelte Selbstverantwortung. Generell unterliegen die Aktien dem freien Spiel der Kräfte auf dem Kapitalmarkt. Als Konsequenz dessen, können enorm hohe Gewinne ebenso erzielt werden wie umfangreiche finanzielle Verluste. Im ersten Fall darf aber nicht die Bodenhaftung und im zweiten dürfen nicht die Nerven verloren gehen.
Seriosität als Grundvoraussetzung für die Geldanlage
Österreich ist ein kleines Land, weshalb jede Person, die ihr Geld – zumindest teilweise – in Aktien angelegt hat, einen Blick über die Landesgrenzen riskieren muss. Vor allem die wirtschaftliche und politische Situation in den Vereinigten Staaten von Amerika ist für die Entwicklung der Weltwirtschaft, und damit jener der eigenen Aktien, ausschlaggebend. Allerdings liegt es in der Verantwortung der österreichischen Politik und Ökonomie, inwieweit und auf welche Art und Weise die US-amerikanische Lage, den hiesigen Aktienbesitzer betrifft.
Die Basis einer seriösen Geldanlage in Aktien stellt eine fundierte Beratung bei Deinem Finanzexperten des Vertrauens dar. Wer auch in anderer Hinsicht beste Erfahrungen mit seiner Hausbank gemacht hat, für den stellt dieses Geldinstitut in dieser Hinsicht meist die erste Adresse dar. Allerdings kann dabei ebenso wenig eine Erfolgsgarantie gegeben werden, wie wenn ein anderer Börsenspezialist konsultiert wird. Es zahlt sich bei einer Geldanlage in Aktien in der Regel aus, wenn man die Zügel nicht vollends in fremde Hände legt, sondern sich auch selbst mit dem Aktiengeschäft vertraut macht. Die Grundlage dafür sind Beobachtungen und Analysen über einen längeren Zeitraum. Gerade die Erfahrungen der letzten Jahre, die von einer misslichen wirtschaftlichen Lage gekennzeichnet waren und sogar den ein oder anderem Global Player in eine arge Schräglage gebracht haben, haben gezeigt, dass bei Aktiengeschäften vielleicht die Intuition, aber manchmal nicht das beste Expertenwissen zur richtigen Entscheidung führen.
Leitsätze für die optimale Geldanlage
Wer sich dazu entschließt, sein Geld dennoch in Aktien anzulegen, der sollte vernünftigerweise folgendem, oft bewährten Ratschlag, Folge leisten: Als Faustregel sollte niemand mehr als jenen Prozentsatz in Aktien anlegen, der sich aus 100 minus das Lebensalter ergibt. Damit wird beispielsweise vermieden, dass ältere Personen ihr über lange Jahrzehnte Angespartes komplett verlieren und in die Armut stürzen. Für jüngere Semester gestaltet sich gemäß dieser Formel die Geldanlage in Aktien zwar risikoreicher, aber diese haben weiter reichende Möglichkeiten, sich von einem allfälligen Verlust zu erholen. Für alle, die sich für eine Geldanlage in Aktien interessieren, gilt allerdings, dass für den Kauf dieser Wertpapiere keine Schulden gemacht werden sollten, denn ein solches Vorgehen kann sich bitterlich rächen.
Für eine Geldanlage in Aktien braucht man aber auch dann einen Broker, wenn man sich selbständig über die Börsenkurse informiert und das Geschehen mit eigenen Augen beobachtet. Ein Broker kauft oder verkauft die Wertpapiere im Auftrag seines Kunden. Hier kann man sich entweder an einen „realen“ oder an einen Online-Broker wenden. Noch um einiges vielfältiger gestalten sich die unterschiedlichen Arten der Aktien. Wahrscheinlich am erfolgsversprechendsten sind Aktien von Blue Chips. Es handelt sich dabei um Standardaktien mit Index-Zertifikaten. Diese stehen allesamt in einem guten Ruf, zeichnen sich durch einen starken Handel aus und sind des Weiteren durch einen unlimitierten Fälligkeitstermin charakterisiert. Beim Aktienkauf an sich gilt die Regel, dass sie zwar immer gekauft werden können, außer, wenn ihr Kurs im Sinken begriffen ist. Diese Art des Aktenhandels sollte den Profis überlassen bleiben, für Laien gestaltet sich ein solches Spekulationsgeschäft als zu risikoreich.
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